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"Die wittelsbachische Antwort auf Martin Luther: Bayern wird ein katholischer Konfessionsstaat" Vortrag von und mit Prof. Alois Schmid

Zauberflöte traf auf Boomwhacker

Oberalteich: Voller Saal beim Frühlingskonzert des VHG-Schulorchesters

Frühlingskonzert 2017-1 Bild: Orchester und Unterstufenchor bei einem gemeinsamen Auftritt. Links im Hintergrund Lehrerin Doris Köppel beim Dirigieren. (Fotos: dw)

Den festlichen Rahmen für das am Donnerstagabend stattgefundene Frühlingskonzert des Schulorchesters vom Veit-Höser-Gymnasium bot der große Saal des Kulturforums mit den bis in die Galerie hinauf dicht an dicht sitzenden Besuchern. Vor allem die Eltern der VHG-Schüler und Musikanten, aber auch viele Freunde der Schule waren begeistert von dem ein beschwingtes Bouquet an klassischen und modernen Stücken zu Gehör bringenden Konzert.

Unter Leitung von Oberstudienrätin Doris Köppel entstand, wie schon in den Jahren vorher, ein alle bezauberndes, den heiteren Aufbruch in den Frühling thematisierendes Musikfestival. Tatjana Daller, Vorstandsmitglied des Fördervereins für Kultur und Forschung Oberalteich/Bogen, oblag es, die programmatisch zweigeteilte Veranstaltung zu eröffnen.

Beginnend mit 13 besonders beliebten klassischen Stücken aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart ging es nach einer Pause schwungvoll mit unterschiedlichen modernen Stilrichtungen weiter. Die Handlung der Zauberflöte verdeutlichte eine Orchesterschülerin jeweils mit kurzen Erzählungen, während die von Orchestermitgliedern zum Teil selbst dirigierten und humorvoll gut gelaunt angesagten vokal-instrumental rhythmisch aufgemischten Hits mit ebenfalls viel Beifall belohnt wurden. Der von Miriam Liebl geleitete Unterstufenchor brachte sich mehrmals vor und nach der Pause singend und klatschend ein. Klar, dass das Publikum nach über zwei Stunden voller Begeisterung eine Zugabe forderte und auch bekam und sich dabei am amüsanten Mitmachsong „Clap your hands“ beteiligte.

Dann ergriff VHG-Direktor Helmut Dietl das Wort: „Großes Lob an euch für eure fantastischen Leistungen. Wir Lehrer sind stolz, dass in unserem naturwissenschaftlichtechnologisch und sprachlich geprägten Gymnasium die kreativen Talente unserer Schüler so hervorragend gefördert werden.“

Und fünf junge Damen, die viele Schuljahre lang voller Leidenschaft das Orchester mitprägten und dieses nun im Juli als erfolgreiche VHG-Absolventinnen verlassen werden, verabschiedete er schokoladig-süß mit jeweils einer Tafel Merci. (dw)

Ein „Opernabend“, der Freude machte

Oberalteich: Anspruchsvolle Musik

Frühlingskonzert 2017-2 Frühlingskonzert 2017-3 Bilder: Dass man auch als Orchestermitglied dirigieren kann, wurde bei der Veranstaltung mehrfach unter Beweis gestellt. Platz für Pauke und Percussion gab es neben der Bühne. (v. l.)

Wo Menschen mit geistig emotionalen Themen in Berührung kommen – sei es Kunst allgemein, sei es Literatur, vor allem aber Musik –, wird durch das Verhalten dieser Menschen die Welt mehr als nur ein wenig besser. Im Veit-Höser-Gymnasium legt man seit vielen Jahren großen Wert darauf, junge Menschen in jene Dimension zu führen, die über reine Wissensanhäufung hinausgeht. Musik und bildende Kunst sind die Instrumente, die den Zugang in den geistigen Bereich des Lebens eröffnen.

Wie schon Carl Orff richtig erkannte, steht bei Musikerziehung die Entwicklung des Gefühls für Rhythmus am Beginn. Bestens sind hierzu „Boomwhackers“ geeignet, Kunststoffröhren verschiedener Längen, die durch Aufeinanderschlagen unterschiedliche Töne erzeugen. Immer wieder überraschend, welche Wirkung auf die Hörer von diesen Percussions-Instrumenten ausgeht, vor allem wenn sie mit solcher Präzision wie von den Schülern des Veit-Höser-Gymnasiums geschlagen werden. Ähnlich und bestens zum Mitmachen geeignet: Body-Percussion, mit welcher Emotion auf direktem Wege auf das Publikum überspringt. Keineswegs erschöpft sich das Können der Schüler auf Rhythmus.

Anspruchsvolle Orchestermusik gehört natürlich zu einem etablierten Schulorchester. Die Musiklehrerinnen, Oberstudienrätin Doris Köppel und Miriam Liebl studierten mit dem Schulorchester und dem Unterstufenchor anspruchsvolle Instrumentalstücke ein wie ein Medley aus „Herr der Ringe“, Fetziges mit „Let’s get loud“, sich in der Dynamik von Takt zu Takt steigernd, Musik aus „The Show must go on“ aus dem Titanic-Film „My heart will go on“, die Titelmelodie einer amerikanischen Fernsehserie „Theme of Jag“. Reizvoll sind wieder einmal Melodien aus bekannten Disney-Filmen, „König der Löwen“, „Aladin“, „Die Schöne und das Biest“, zu hören. Höchst beeindruckend, mit welcher Exaktheit und Reinheit der Tongebung der Instrumente diese und auch noch andere Stücke wie „Clap your hands and sing Halleluja“ mit Klavierbegleitung vom Schülerorchester des Veit-Höser-Gymnasiums gespielt wurden.

Doris Köppel war nicht die einzige Dirigentin, mit Gefühl und Genauigkeit leiteten Schüler das große Schulorchester, eine beachtliche Leistung!

Boomwhackers, Body-Percussion, Filmmusik, das Können des Veit-Höser-Schulorchesters erschöpft sich keineswegs in diesen Genres: „Der Vogelfänger bin ich ja“, „Der Hölle Rache“, „Das klinget so herrlich“, „Bei Männern, welche Liebe fühlen“, „Bald prangt, den Morgen zu verkünden“ – wo gehören diese Arien hin? Natürlich zu Mozarts Zauberflöte!

Der Unterstufenchor, welcher die Texte des Papageno sang, die obendrein per Einblendung mitzulesen waren, und das Orchester interpretierten 13 prägnante Teile dieser Oper in einer Version für Schulorchester. Mit sehr angenehmer Stimme führte eine Schülerin durch die Handlung dieser Oper. Wirklich hervorragend war die bekannte Arie der Königin der Nacht in Instrumental-Version. Sehr deutliche Artikulation und sichtbares „Mitleben“ mit den Texten, die Miriam Liebl einstudiert hatte.

Ein „Opernabend“ in Kurzform, der richtig Freude machte – so wie der gesamte Abend im voll besetzten Saal des Kulturforums Oberalteich.


Theodor Auer

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Von Zeichnung bis Architekturmodell

Oberalteich: Kunstausstellung im Kulturforum präsentierte VHG-Schülerarbeiten

Frühlingskonzert 2017-4 Frühlingskonzert 2017-5 Bilder: Bugs Bunny lacht alle Betrachter an. Moderne Architektur im Entwurf war zu bewundern. (Fotos: dw)

Es war eine Mischung von Konzert und Kunstausstellung, die die Besucher im Oberalteicher Kulturforum erwartete, ein wunderschöner Zusammenklang von den im Veit-Höser-Gymnasium geweckten und geförderten Talenten.

Die Schülerinnen und Schüler boten am Donnerstagabend den überaus zahlreichen Besuchern im stimmungsvollen Ambiente des Saals im Erdgeschoss ein bezauberndes Frühlingskonzert des Schulorchesters. Und auf der Galerie im Obergeschoss hatten die Kunsterzieher des Gymnasiums, Ines Wiegand und Edgar Stein, eine Ausstellung quer durch das Kunstschaffen am VHG organisiert. Die gezeigten Werke stammen von Schülern aller Jahrgangsstufen, die Palette reichte von Zeichnungen über Druckgraphik und Malerei bis hin zu Objektkunst und Architekturmodellen.

Der Weg durch die Ausstellung nahm die Betrachter mit durch ein vielfältiges Gestaltungsspektrum, das der fantasievollen Kreativität der jungen Künstler keine Grenzen setzte. Deshalb hatte man auch bewusst beim Zurschaustellen der Exponate auf Bildtitel verzichtet, wie Edgar Stein ausführte.

„Die thematischen Anregungen zu ihrem Schaffen haben sich unsere Schüler im Unterricht geholt.“ Was alles an Inspirationen daraus wurde, ob gegenständlich oder ganz abstrakt, das können die Betrachter frei auf sich wirken lassen. Den Klassen waren jeweils bestimmte Themen zur Bearbeitung vorgegeben worden.

So hätte es für die 5. und 6. Klassen geheißen „Szenen aus der Zauberflöte und alte Sagengestalten treffen auf die Gegenwart“, die 7. Klassen mussten sich mit heutigen Sagengestalten, umgesetzt auf Linoldruck, beschäftigen. Den 8. Klassen waren dann isometrische Darstellungen und Malerei vorgegeben, „Europa“ in seiner Bedeutung galt für die 9. Klassen als Thema, während die 10. Klassen Szenen über das bunte Leben malten. Pop-Art-Objekte zum Thema Bad kreierte die Q11 und Architekturmodelle entwarf die Q12. (dw)

Frühlingskonzert 2017-6 Frühlingskonzert 2017-7 
Bilder: So reitet Europa durch die EU-Staaten. Der Rattenfänger von Hameln sammelt Abfälle von heute.


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