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"Die wittelsbachische Antwort auf Martin Luther: Bayern wird ein katholischer Konfessionsstaat" Vortrag von und mit Prof. Alois Schmid

Jugendorchester begeistert

Oberalteich: Konzert mit interessanten Kontrasten

Ostbayerisches Jugendorchester Professionell präsentierte sich das Ostbayerische Jugendorchester beim Benefizkonzert in der Pfarrkirche von Oberalteich. (Foto: erö)

Traditionell beginnt die Konzertsaison im Kulturforum Oberalteich mit einem Benefizkonzert des Ostbayerischen Jugendorchesters unter der Leitung von Hermann Seitz in der Barockkirche von Oberalteich. Unter dem Motto „Weite Horizonte“ standen sinfonische Stücke aus verschiedenen Ländern mit Werken von Franz Schubert, Georges Enescu und Jose Maria Usandizaga auf dem Programm.

Auch geflüchtete Jugendliche mit deutschen und orientalisch-mittelalterlichen Instrumenten sollten mitspielen.

Doch es ging nicht alles glatt an diesem Abend: Dirigent Hermann Seitz war erkrankt, die ausländischen Jugendlichen fielen ebenfalls wegen Erkrankung aus, das Programm musste umgestellt werden. Für Hermann Seitz, der sein junges Orchester professionell mit Herzblut und vielen Überstunden führt, sprang Professor Walter Schreiber (unter anderem Konzertmeister des Stuttgarter Kammerorchesters) ein, der durch seinen eigenwilligen, fast beschwörend wirkenden Stil auffiel. Das junge Orchester zeigte sich von seiner besten Seite. So gelang die Ouvertüre zum Schauspiel „Egmont“ von Beethoven wunderbar dramatisch.

Ein interessanter Kontrast war die Symphonische Suite „Lord of the Rings“ von Howard Shore, in der Bearbeitung von John Whitney. Die jungen Musiker arbeiteten das Lyrisch-Phantastische, aber auch die Dramatik des Stückes sehr gut heraus. Schwelgerisch präsentierte Professorin Joanna Sachryn, Solosolistin beim Philharmonischen Orchester Regensburg, die „Elegie für Cello und Orchester“ von Gabriel Fauré und begeisterte das Publikum mit ihrer Zugabe „Der Schwan“ von Camille Saint-Saëns. Auch bei dem letzten Stück, der Sinfonie Nr. 3 D-Dur von Franz Schubert, erwies sich das junge Orchester als hochprofessionell. Gewöhnungsbedürftig für ein Konzert in der Kirche war aber der abschließende Radetzky-Marsch, bei dem die Zuschauer mitklatschten.

Alle Spenden sind für die Anschaffung neuer Instrumente und zur Unterstützung der kulturellen und sozialen Projekte des Orchesters bestimmt. (erö)


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