Aktuelle Information!

Die Stadt Bogen hat eine Empfehlung für Veranstaltungen herausgegeben.
In Anlehnung daran hat der Vorstand beschlossen, alle Veranstaltungen des ersten Halbjahres abzusagen.
Genaueres finden Sie hier!

Junge Menschen zur Klassik führen

Kultur-Förderverein verbucht die „Zauberflöte für Kinder“ als Erfolg

Dr. Thomas Späth Foto spe: Dr. Thomas Späth, Vorsitzender des Vereins für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich.

Oberalteich. (spe) „Wer Lust auf Kultur und anspruchsvolle Unterhaltung hat, der ist im Kulturforum Oberalteich genau an der richtigen Adresse“: Das betonte Dr. Thomas Späth, der Vorsitzende des Vereins für Kultur und Forschung Oberalteich, am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung. Ein großes Anliegen hatte er aber auch: „Wir sollten nun versuchen, junge Familien zu bestimmten Angeboten gemeinsam zu erreichen, denn Kinder und Erwachsene sind als Zielgruppe zu entdecken.“

Dr. Thomas Späth stellte zunächst im Jahresbericht über das abgelaufene „Kulturjahr 2019“ die besonderen und erfolgreichen Angebote vor, die das Kulturforum in seiner Eigenschaft als Bildungsvermittler organisierte, etwa die Konzertangebote oder die literarisch und wissenschaftlich ausgerichteten Beiträge, die im Sinne der Förderung von Kultur gelten. Besonders stolz zeigte er sich auf das Kinderkonzert der „Zauberflöte für Familien“, das im Oktober des vergangenen Jahres stattfand.

Kleinkinder mit vor Staunen aufgerissenem Mund

Für ganze Familien war das gedacht, und mit Professor Thomas Gropper von der Musikhochschule München habe er einen ausgezeichneten Musiker und Pädagogen erlebt, der auch die Kinder in das Spiel des Papageno kindgerecht miteinbezog.

Die Kinder wurden so auf eine faszinierende Weise miteingebunden. Späth habe dabei Kleinkinder gesehen, die mit aufgerissenem Mund, so berichtete er, während der ganzen Vorstellung präsent waren. „Und so was“, sagte der Vorsitzende, „sollte künftig wieder in der Programmgestaltung Platz finden, um jungen Menschen den Zugang zur Klassik zu eröffnen.“

Der Mitgliederworkshop stieß auf wenig Interesse

In seiner Auflistung stellte er die „Flops“ und „Tops“ gegenüber und analysierte auch die Ursachen dafür, die bei künftigen Planungen zu berücksichtigen seien. Ein Mitgliederworkshop, fundiert vorbereitet auf dem Bogenberg abgehalten, sei von nur wenigen Mitgliedern besucht worden. Dennoch solle so ein Mitgliederworkshop wieder angeboten werden.

Er sprach an, dass Kultur grundsätzlich nicht einem Gewinnstreben unterliegen solle. „Draufzahlen“ sei immer wieder möglich. Die Regel solle es allerdings auch nicht sein. Die Finanzierung werde durch die Stadt Bogen und andere Förderer immer wieder sichergestellt. Der Stadt Bogen, die verschiedene Finanzierungswege tatkräftig erschließe und immer wieder Unterstützung leiste, sei man zu Dank verpflichtet.

Späth erwähnte ferner jene, die hilfreich die Homepage betreuen, oder die mithelfen, dass bei Veranstaltungen der Ablauf reibungslos klappt und die immer wieder auch kurzfristig Aufgaben übernehmen. Ausdrücklich lobte Dr. Späth die Kooperation mit der Stadt Bogen: Freundorfer sein ein echter Freund, scherzte er.

Auch Beschwerden, die ihn erreicht haben, sprach der Fördervereinsvorsitzende an. Doch ist man manchmal machtlos – etwa, wenn eine im Programm angekündigte Veranstaltung nicht stattfindet, weil der Künstler abgesagt hat, die Kommunikationswege aber nicht mehr bedient werden können und jemand dann vor verschlossener Tür steht, weil er von der Absage nichts erfahren hat.

Trio a3 Foto: „Trio a3“ – Peter Kessler, Fritz Menzel und Barbara Wolf-Eckmann (von links)

Eine Erhöhung des Beitrags war fällig

Dr. Späth schlug vor, die Satzung in den Paragraphen 10, 11 und 14 zu ändern. Dazu werden sie den Mitgliedern schriftlich vorgelegt. Aufgrund des Berichts von Schatzmeister Wolfgang Hofmeister kam die Vorstandschaft nicht umhin, eine Beitragserhöhung vorzuschlagen, die der Vorsitzende sodann vortrug. Die Mitglieder stimmten der Jahresbeitragserhöhung von 15 Euro auf 19 Euro zu bei einer Enthaltung und drei Gegenstimmen.

Lobende Worte hatte Dr. Thomas Späth dann für die Kreismusikschule Straubing-Bogen, die mit dem „Trio a3“ – Peter Kessler, Violine (Gymnasium Niederalteich), Fritz Menzel, Viola (Gymnasium Metten) und Barbara Wolf-Eckmann (Veit-Höser-Gymnasium Bogen) – den musikalischen Teil der Veranstaltung übernahm. So war mit Werken von Luigi Boccherini, Karl Ditters von Dittersdorf und Ignaz Pleyel für die Teilnehmer ein festlicher Rahmen gesetzt.



pdfZeitungsbericht: Junge Menschen zur Klassik führen