„Luz amoi“


Pressebild  „Luz amoi“ begeisterten im Kulturforum. (Foto: erö)

„Also, dann luzd ma amoi“, was Stefan Pellmaier, Stefanie Pellmaier, Manuela Schwarz, Nick Hogl und Johannes Czernik unter dem Bandnamen „Luz amoi“ zu bieten haben. Für Nichtbayern: Luz amoi heißt auf Hochdeutsch „Hör mal zu“. Der Rückschluss: Name der Gruppe bayerischer Dialekt, ergo Musik der Band Volksmusik oder volkstümliche Musik, ist zwar logisch, greift aber bei „Luz amoi“ viel zu kurz. Die Texte, teils original Volksgut, zum größten Teil jedoch eigene Schöpfungen werden in Dialekt gesungen, die Musik aber darf man als erfrischend exotisch bezeichnen. Exotisch, im positiven Sinn, die Zusammenstellung der Instrumente: Violine paart sich mit Gitarre,Trommel, Marimbaphon, Harfe, Hackbrett verschmelzen trotz ihrer völlig unterschiedlichen Klangcharaktere zu einer Einheit. Es gehört schon Mut dazu, dieses bunte Kaleidoskop aus Instrumenten miteinander zu kombinieren. Ist aber Mut mit hohem musikalischen Können und über alle Zweifel erhabenes beherrschen der Instrumente vorhanden, entsteht aus vermeintlich altbekanntem Neues, Spannendes. Neuen Wein in alte Schläuche gefüllt, die aber aufgrund musikalischem „Know hows“ nicht platzen, die Musik nicht in Chaos versinkt.

So sind die Instrumente keineswegs wild zusammengewürfelt, sie geben den Stücken neue, charakteristische Farben. So schimmert in den alten Tänzen wie Zwiefacher oder Polka lateinamerikanischer Flair durch. Der bayerische Defiliermarsch, einst beim Einzug von Franz Josef Strauß in die Wahlkampfarenen gespielt, wird unter den Händen von „Luz amoi“ zu einem Zigeunermusik-Gypsy. Salsa und Zwiefacher vermählen sich. Das alles nicht etwa als Verballhornung vielmehr wirklich Neues schaffendes, mit neuem Schwung, mit neuem „drive“. Bayerische Musik verbunden mit irischer Folklore, auch das würde ein Klammer der Städtepartnerschaft Straubing-Tuam bilden. Bayern und Afrika, zwar beide schwarz, aber doch mit leicht unterschiedlichen Kulturen, vor in der Musik, „Luz amoi“ schafft auch hier ein musikalisch Ganzes zu bilden.

„Luz amoi verpackt traditionelle Volksmusik in ein neues, modernes Gewand“, steht im Beiheft dieser Band. Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dem Kommentar einer Konzertbesucherin im gut besuchten Kulturforum Oberalteich: „I bin ganz begeistert, wirklich ganz schee“!

TheodorAuer

 Zeitungsbericht: Luz amoi