Die Spuren von Römern und Christen

Oberalteich: Schüler stellten im Kulturforum die Stadt Trier vor
Pressebild: Die Spuren der Roemer 
Bild: Auf den Spuren des alten Trier wandelten die Schüler der Q12 des VHG. Im Kulturforum Oberalteich stellten sie die Geschichte der Stadt vor.

(erö) Mit einer perfekten Präsentation stellten kürzlich 16 Mädchen und Buben der Klasse Q12 des Veit-Höser-Gymnasiums Bogen im Kulturforum Oberalteich ihre Informationsfahrt nach „Trier – auf den Spuren von Römern und Christen“ vor. „Ein spannender Abend erwartet sie“, versprach Dr. Dionys Daller, Vorsitzender des Fördervereins für Kultur und Forschung, der einen Teil der Reise gesponsert hat. Dieses Projekt sei für die Schüler ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Abitur, so Daller. Sogenannte P-(Projekt) Seminare seien mit dem G8 neu eingeführt worden und dienten den 11. und 12. Klassen zur Berufsorientierung, erläuterten zwei Schülerinnen zu Beginn. Die Klasse Q11 habe sich für die Stadt Trier entschieden und das Projekt in drei Gruppen nach Sehenswürdigkeiten, Organisation und Unterkunft durchgeführt.

Begleitet von den Lehrerinnen Stephanie Reiner und Cordula Nutischer organisierten die jungen Leute routiniert die siebenstündige Busfahrt nach Trier sowie die Unterbringung in einer Jugendherberge. Für die Besichtigung von Trier, neben Neuss die älteste Stadt Deutschlands, hatte man sich in nur fünf Tagen ein Mammutprogramm vorgenommen.

Trier sei bereits zur Römerzeit eine sehr reiche Stadt gewesen mit vielen noch erhaltenen Baudenkmälern. Aber auch aus christlicher Zeit besitze Trier eine Vielfalt von sehenswerten Gebäuden. Mit Kartenmaterial und geschichtlichen Daten, mit ausgezeichneten Bildern von historischen Gebäuden machten die Schülerinnen und Schüler den Werdegang und die Geschichte von Trier deutlich, erzählten von der Römerzeit, von den Ottonen und Saliern, von der spätmittelalterlichen Blüte der Stadt und ihrem Niedergang durch Zerstörung und zahlreiche Kriege. Berichtet wurde vom Weinbau der Moselstadt, von Universität, Fachhochschule und Kunstakademie. Einen großen Raum nahm die Beschreibung der Sehenswürdigkeiten ein vom malerischen Hauptmarkt mit Petersbrunnen und Sankt-Gangolf-Kirche bis hin zum Trierer Dom, der ältesten Kirche in Deutschland. Geschichtliche Hintergründe, Legenden und ausgezeichnete Bilder ergänzten die Wortbeiträge. Im Rheinischen Landesmuseum unternahmen die jungen Leute eine Zeitreise in das römische Trier, besuchten die Ruinen des Amphitheaters und der römischen Thermen und genossen von der berühmten Porta Nigra den Blick auf die moderne Stadt. Skurriles wie der Alte Moselkran, ein rundes Gebäude mit langem Arm, der Wohnturm des wehrhaften Dreikönigenhaus, das Rote Haus oder die „Steipe“, ein spätgotisches Fest- und Versammlungshaus der Trierer Ratsherren, wurden neben vielen anderen Denkmälern detailliert beschrieben und vorgestellt. Dass in Trier das Geburtshaus von Karl Marx steht, heute ein Museum, war wohl nicht allen Zuhörern bekannt.

Für ihren Vortrag erhielten die Schüler nicht nur viel verdienten Beifall, sondern auch ein großes Lob von ihren Lehrerinnen, – „souverän präsentiert!“ – von Dr. Daller und Schulleiter Helmut Dietl. Besonders lobend erwähnt wurde Veronika Fleischmann für ihre Powerpoint-Präsentation. Der Vorschlag von Daller, im nächsten Jahr P-Seminare von sämtlichen Gymnasien öffentlich zu präsentieren, fand große Zustimmung.


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