Konzert zum Frühlingserwachen

Bogen: Viel Applaus für VGH-Schulorchester – Kunst auf der Galerie

Pressebild 1 zum Fruehlingskonzert des VHG Bild 1: Viel Spaß gab es beim Orchesterkanon beim Konzert des Schulorchesters des Veit-Höser-Gymnasiums. (Fotos: erö)

(erö) „Etwas Musik hat jeder im Blut“ – unter diesem Motto stand das Frühlingskonzert des großen Schulorchesters des Veit-Höser-Gymnasiums (VHG) unter der Leitung von Doris Köppel im Kulturforum Oberalteich.

Der märchenhafte erste Teil war Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ gewidmet und wurde als kleines Theaterspiel mit Magdalena Daller und Herbert Graf als Sprecher inszeniert. Bunte Bilder aus der Fachschaft Kunst, eigens für das Märchen gezeichnet und auf die große Leinwand hinter dem Orchester projiziert, untermalten die Musik. Ins Kulturforum eingeladen hatte der Förderverein für Kultur und Forschung Oberalteich, dessen Vertreterin Tatjana Daller die jungen Musiker und zahlreichen Gäste begrüßte und auf die Verwendung der Spenden hinwies: Sie seien für Notenmaterial und Musikinstrumente bestimmt. Sebastian Pleischl, im Orchester aktiv als begabter Trompeter, versprach einen unterhaltsamen Abend, erläuterte die Programmpunkte und ermunterte das gespannte Publikum: „Sie dürfen heute mitmachen.“ So wurde der Abend wieder zu einer echten Frühlingsfreude für Zuhörer und Musiker. (siehe auch nebenstehende Musikkritik von Theo Auer). Im Obergeschoss des Kulturforums hatten die Kunsterzieher Eva Tyroller-Köstlbacher und Edgar Stein eine Auswahl herausragender Schülerarbeiten aus verschiedenen Jahrgangsstufen ausgestellt.

Pressebild 2 zum Frühlingskonzert des VHG Bild 2: Auch mit Körpereinsatz und bunten Röhren wurde Musik gemacht.

Ein märchenhaftes Konzert nannte es auch Oberstudiendirektor Helmut Dietl und würdigte die jungen Musiker und ihre Dirigentin. „Ihr habt mehr als nur etwas Musik im Blut“. Mit dem Frühling erwachten auch die Kreativabteilungen Kunst, Musik, Orchester und Tanz zu neuem Leben und präsentierten sich der Öffentlichkeit, so Dietl. Diese Kreativabteilungen seien an einem naturwissenschaftlichen und sprachlichen Gymnasium sehr wichtig: Davon profitierten auch die anderen Fachbereiche. Besonders beeindruckend sei die Verbindung von Musik und bildender Kunst, die nicht zuletzt den Auftrag habe, Botschaften wie beispielsweise die Warnung vor zu viel Alkohol zu vermitteln, sagte Dietl. Mit Bedauern gab er bekannt, dass acht Abiturienten das Schulorchester verlassen werden: Veronika Binder, Sabine Daffner, Magdalena Daller, Herbert Graf, Sascha Hanko, Sebastian Pleischl, Gregor Simmich und Thomas Swoboda.

Pressebild 3 zum Frühlingskonzert des VHG Bild 3: Lustig: Die Stadt der Zukunft von Thomas Genau (Klasse 7c). Parallel zum Konzert gab es auch eine Kunstausstellung.

Hatten sich die Konzertbesucher schon während der Märchenoper über die phantasievollen und kreativen Bilder zu „Hänsel und Gretel“ gefreut, so war die Überraschung über die „Kunst auf der Galerie“ ebenso groß. Da war einmal die Plakataktion „Gegen das Komasaufen“ mit sehenswerten, sehr beeindruckenden Schülerarbeiten. Die Schüler hatten sich auch mit Themen der Zukunft auseinandergesetzt. Da ging es um das Zusammenleben von mehreren Generationen in einem Haus, um den Wunschberuf, um die Stadt der Zukunft, um künftige Energien. Aber auch um Traditionelles wie Architektur im Bauhausstil. Hier hatten Schülerinnen und Schüler aus der 12. Klasse interessante Modelle gebaut. Im P-Seminar Kunst mit Eva Tyroller-Köstlbacher entstanden wunderschöne Stabpuppen: Ein zartes Schneewittchen neben einer dürren Hexe, ein Rotkäppchen mit Wolf oder federleichte Gespenster mit Maske.

Zum guten Schluss gab es für jeden jungen Musiker eine Blume, für Dirigentin Doris Köppel einen großen Blumenstrauß und für alle Mitwirkenden ganz viel Beifall.


Einfach toll!
Bogen: VHG-Frühlingskonzert

„Mittwoch nachmittags sind unsere schönsten Unterrichtsstunden, da ist die Probe unseres Schulorchesters mit Frau Köppel!“ Dies sagte eine Schülerin des Veit-Höser-Gymnasiums unter dem Beifall der Orchestermitglieder. Ein größeres Kompliment kann einer Lehrkraft kaum gemacht werden! „Schönste Unterrichtsstunden“ sind jedoch nicht gleichbedeutend mit Lernerfolg. Wer, wie der Rezensent, dieses Schulorchester seit vielen Jahren, natürlich in wechselnden Besetzungen, kennt, weiß, dass beim alljährlichen Frühlingskonzert im Kulturforum Oberalteich anspruchsvolles Programm auf immer wieder von Neuem überraschend hoher Musizierkunst geboten wird.

Als Hauptthema stand dieses Jahr Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ auf dem Programm. Natürlich nicht als Oper, sondern in einer Bearbeitung für Orchester von G. Buchner. Es passte nicht zum Stil des Veit-Höser-Gymnasiums, würden die für Orchester arrangierten Arien und Duette dieser Oper lediglich der Reihe nach „runtergespielt“. Die Schüler, darunter auch alle Abiturienten, vermochten diese Oper auch ohne Sänger, ohne Opernkulisse so zu inszenieren, dass sich bei den Besuchern das Gefühl einstellte, in einer wirklichen Oper zu sein. Reizend und kunstvoll gemalte Bilder wurden auf die Leinwand projiziert, eine Schülerin und ein Schüler erzählten zwischen den einzelnen Sätzen in Kurzform die allbekannte Geschichte von „Hänsel und Gretel“. Vielversprechend war bereits der Beginn des Abends im Kulturforum Oberalteich: In Gruppen aufgeteilt, den gesamten Saal, quasi als Klangwolke füllend, spielten die jungen Musiker das „Andante festivo“ von Sibelius. Die Interpretation der Ouvertüre zu „Der Barbier von Sevilla“ von Rossini durch das Schulorchester des Veit-Höser-Gymnasiums überzeugte durch sehr gutes Zusammenspiel der Instrumente und sinnvolle, aufeinander abgestimmte Aufteilung der Instrumentengruppen.

Mitmachen war angesagt! „Etwas Musik hat jeder im Blut“: Durch das Klatschen und Patschen auf die Oberschenkel kam Leben in das Publikum, erinnerte ein wenig an Carl Orffs „Schulwerk“. Was dort das Xylofon war, ersetzten bei diesem Konzert die Boomwhackers, Kunststoffröhren unterschiedlicher Länge und damit natürlich auch unterschiedlicher Tonhöhe, welche durch das Schlagen Rhythmus ins Blut zaubern. Sehr lebendig und auch präzise dargeboten „Canticum“, „Lord of Dance“, Alley Cat. Ein Schüler hatte sogar einen eigenen Text für den Orchesterkanon geschrieben!

Viele Schüler waren bei diesem Konzert mit Sonderaufgaben betraut, (dirigieren, Texte vortragen usw.); unmöglich alle namentlich zu erwähnen, doch eines muss gesagt werden: Ausnahmslos alle brachten große Leistung und waren einfach „toll“! 100 Jahre seit der „Titanic“, ein neuer 3-D-Film zu diesem Thema steht auch in den Startlöchern, Grund genug, das Publikum mit Filmmusik aus „Titanic“ zu entlassen. Natürlich nicht ohne, durch großen Beifall geforderte Zugabe: „Liberty bells“, die Freiheitsglocken! Ein Konzertabend, an dem alle Akteure und das Publikum den Begriff „Freude an und mit Musik“ aufs Neue erleben durften.

Theodor Auer

 Zeitungsbericht: Frühlingskonzert des Schulorchesters des VHG