Förderverein besichtigte „Straubinger Juwel“

Karmelitenbibliothek Starubing (hn) Am vergangenen Sonntag besuchte eine interessierte Gruppe von Mitgliedern und Gästen des Fördervereins für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich die Bibliothek des Karmelitenklosters Straubing.
Zunächst informierte der Hausherr, P. Prior Georg Bertram, über die Geschichte des Ordens und des Straubinger Klosters der Karmeliten. Stadtheimatpfleger Alfons Huber übernahm dann die Führung durch die in vieler Hinsicht einmalige Bibliothek. Er schilderte die Entdeckung und die schwierige Phase der Restaurierung der Wand- und Deckenmalereien, die seit fast genau 200 Jahren unter einem weißem Kalkanstrich verborgen waren. Das Ausstattungsprogramm war von Joseph Martin Freiherr von Schmidt von Haslpach finanziert, von gelehrten Ordensbrüdern entworfen und von einem unbekannten Maler im Jahre 1711 fertig gestellt worden. Alfons Huber erklärte im Detail die beiden Fresken im Scheitelgewölbe, einige Porträts gelehrter Karmelitenpriester und die Symbolbilder in den acht Stichkappen, die auf den Standort der einzelnen Fachdisziplinen in der Bibliothek hingewiesen haben. Der umfangreiche, zum Teil erhaltene Buchbestand und das barocke einheitliche Ausstattungsprogramm seien für ein Bettelordenskloster ungewöhnlich gewesen und bis heute für den deutschen Sprachraum einmalig. Der Stadtheimatpfleger beendete seine engagierte Führung mit der Feststellung, die Bibliothek der Karmeliten sei ein „Straubinger Juwel“.