Gold für die Ohren

Oberalteich: Benefiz-Konzert mit „Ostbayern Brass“

Weihnachtskonzert 2015 Bild 1: „Ostbayern Brass“ versetzte sein Publikum in weihnachtliche Stimmung. (Fotos: hab)

(hab) Original „Ostbayern Brass“ hat es am Sonntag in der Pfarrkirche in Oberalteich gegeben. Brass, das heißt Blech; Blech, das zu Gold wurde, nicht nur im Schein des vergoldeten barockisierten Altarraums der Klosterkirche. Gold strahlte von den Blechinstrumenten des Bläserquintetts „Ostbayern Brass“ und wurde dabei zu Gold für die Ohren des Publikums.

Der Verein für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich hat ein Benefizkonzert organisiert und Musikfreunde aller Generationen genossen es, sich am Spätnachmittag des dritten Advents in vorweihnachtliche musikalische Stimmung versetzen zu lassen.

Dabei entsprach das Repertoire voll und ganz den fünf Vollblutmusikern Dominik Glöbl (Trompete), Michael Wallner (Euphonium), Franz Eisenschink (Posaune) und Richard Stadler (Tuba), die seit ihrer Zeit in der Schul-Big-Band am Anton-Bruckner-Gymnasium zusammen musizieren. Georg Friedrich Händel, Micheal Praetorius, Heinrich Schütz, Felix Mendelsohn Bartholdy und Anton Bruckner waren es, die mit Weisen wie „Tochter Zion“ oder „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ die Virtuosität der Musiker forderte. Bekannte Weihnachtsweisen wie „Zu Bethlehem geboren“, „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ fanden eine stimmige Interpretation, wobei aber auch die eigenwillige Kreativität der Bläser deutlich wurde, wenn sie in eigenen Arrangements den klassischen Klängen Souliges, Schwunghaftes hinzusetzten. Teilweise erinnerte dies gar an ihre rotzfreche und selbstbewusste Art, die sie unverwechselbar als „Bayerische Löwen“ kennzeichnet.

Bild 2: Die drei Alphörner rundeten mit dumpfen, feierlichen Tönen das Konzert ab.Weihnachtskonzert 2015 

Abgewechselt wurden die klassischen und an Moderne angelehnten Weisen durch Traditionelles der bayerischen Heimat. Feierlich tragend versetzte der Andachtsjodler den weitläufigen Kirchenraum und damit nicht nur das Publikum, sondern auch die Musiker in eine entsprechende Vorweihnachtsstimmung. Am Schluss stand eine Bearbeitung der Volksweise „Es wird scho glei dumpa!“ von Richard Stadler.

Drei Alphörner, gespielt von Dominik Glöbl, Michael Wallner und Richard Stadler, rundeten das Traditionelle ab und verliehen in ihren dumpfen Klängen dem Raum eine würdige Feierlichkeit. Diese Akustik nutzte man schließlich zum Abschluss für einen voluminanten klassischen Lobpreis von Bartholdy, bevor man leise, getragen, gefühlvoll entlassen wurde.


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